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Akzidenz

Alternativer Begriff für Geschäftsdrucksachen wie Briefbögen, Visitenkarten, Prospekte, Einladungen. Meistens sind damit Drucksachen mit geringem Umfang gemeint.


Anschnitt

Auch Beschnitt. Sollen Objekte bis an den Blattrand gedruckt werden, müssen die Seiten auf einem größeren Bogen montiert und nach dem Druck beschnitten werden. Die Objekte laufen im Druck über den Seitenrand (das Endformat) hinaus, um beim Schneiden weiße Blitzer zu vermeiden. Typischerweise 3 mm breiter Bereich.


Ausschießen

Zur Herstellung einer Broschüre müssen immer zwei Seiten nebeneinander auf einem Bogen gedruckt werden. Klappt man den Umschlag auf, erkennt man, dass die letzte Seite links neben der ersten Seite gedruckt wird. Die Seitenreihenfolge muss der Broschüre angepasst werden, diesen Vorgang bezeichnet man als Ausschießen.


Contone

Die geringere Auflösung im Digitaldruck gegenüber Offsetdruck wird durch ein intelligentes Verfahren kompensiert. Im Offsetdruck wird jeder Druckpunkt immer mit der gleichen Intensität gedruckt, ein Cyan Punkt ist ein Cyan Punkt. Das Raster variiert nur die Größe des Punktes, nicht die Farbdichte. Mit Lasertechnologie ist es möglich, die Intensität des Druckpunktes zu variieren, indem der Laserstrahl bis zu 256 verschiedene Helligkeitsstufen annehmen kann. Das verändert die Ladung auf dem Fotorezeptor und damit die Dichte des Tonerauftrags (Continuous Tone = Contone). In Verbindung mit hohen Rasterfrequenzen entsteht der Eindruck einer fotografischen Reproduktion, das Auge erkennt keine Druckpunkte mehr.


Farbräume

Um Farbwerte sicher zu definieren wurden Farbräume bestimmt, die sich durch die physikalischen Eigenschaften definieren. Der größte Farbraum ist der vom menschlichen Auge sichtbare Bereich aller Farben In der Praxis relevant ist RGB (Rot Grün Blau) und CMYK (Cyan Magenta Yellow Black). Da Schwarz keine Farbe an sich ist, aber für den optischen Tiefeneindruck benötigt wird, ist sie die Schlüsselfarbe im Druck (engl. Keycolor) und wird deshalb mit K und nicht mit B bezeichnet. RGB findet Anwendung in Monitoren, Digitalkameras und Scannern. Gleiche Anteile von R=G=B ergeben ein neutrales Grau, 100% RGB ergeben weiß! Das kann man sich leicht merken, weil z.B. ein Fernseher schwarz ist wenn man ihn ausschaltet. CMYK wird im Druck benutzt. Hier wird auf weißes Papier gedruckt, also 100% CMY ergibt schwarz, gleiche Anteile C=M=Y ergeben ein neutrales Grau. Um RGB Daten (z.B. Digitalfotos) im Digitaldruck auf Papier zu bringen muss der Farbraum spätestens im RIP umgerechnet werden (Transformation). Heutzutage benutzt man dafür Farbmanagement mit ICC-Profilen


Lasertechnologie

Im kleinformatigen Digitaldruck die am meisten eingesetzte Technik, um Daten auf Papier zu bringen. Ein Laserstrahl belichtet eine sich drehende (Trommel oder Band = Fotorezeptor), fotoempfindliche Oberfläche. Die belichteten Bereiche verändern ihre elektrische Ladung und ziehen Toner an. Der Bedruckstoff (Papier, Folie) wird am Fotorezeptor vorbeigeführt, hinter dem Papier wird ein elektrisches Feld aufgebaut, das den Toner von der Trommel zieht und ihn so auf das Papier zwingt. Beim Farbdruck wird dieser Vorgang 4 mal durchgeführt (CMYK). Abschließend wird die Tonerschicht auf dem Papier mit Hitze und Druck fixiert.Da bei jeder Umdrehung das Bild neu geschrieben werden muss, ist das Verfahren ideal für variablen Datendruck oder kleinste Mengen ab Auflage 1.


Laufrichtung

Die Fasern des Papiers werden bei der Papier-Produktion in Laufrichtung der Maschine ausgerichtet. Muss unbedingt beachtet werden, wenn Druckprodukte gefalzt oder gebunden werden. Die Faserrichtung muss gleich der Bruchkante bzw. Bindekante sein.


Naturpapier / gestrichenes Papier

Bringt man auf reinem Papier eine zusätzliche Schicht auf, so wird das wg. des pinselähnlichen Verfahrens als streichen (Strich) bezeichnet. Die Beschichtung erhöht die Aufnahmemenge der Druckfarbe, wird als Bilderdruckpapier hauptsächlich im Farbdruck verwendet. Naturpapiere können im Kalander (Walzwerk) geglättet werden, erhalten damit ähnliche Eigenschaften.


Nutzen

Kleine Endformate werden wiederholt auf einen Druckbogen gestellt. Typisch für Visitenkarten, Postkarten oder Flyer.


QR-Code

QR steht für „Quick Response“ („schnelle Antwort“) und stellt eine bislang einzigartige Verbindung zwischen der Welt der Druckmedien und dem Computer bzw. Handy dar. Der von der japanischen Firma „Denso Wave“ entwickelte QR-Code besteht aus einer quadratischen, normalerweise in sw angelegten Matrix, die problemlos 4000 bis 7000 Zeichen handygerecht verschlüsseln kann. Viele Mobiltelefone sind heute mit einer Kamera und entsprechender Software ausgestattet, mit deren Hilfe man diese Codes lesen kann.



Raster

Aus den CMYK Werten erzeugtes Gitter aus Druckpunkten und weißem Zwischenraum. Wird benötigt, um weitere Farben (Halbtöne) außer den vier Volltönen (CMYK) darzustellen. Die einzelnen Punkte einer Farbe werden linienförmig, wie an einer Kette, angeordnet. Je dichter diese Punkte sind, umso höher ist die Rasterfrequenz, umso detailreicher die Darstellung. Im Offset meist mit Linien pro cm angegeben (70er Raster), im Digitaldruck meist mit Linien pro Zoll (175 lpi). Die Grenzen werden durch die mechanische Auflösung der Digitaldruckmaschine (meist 600 dpi) oder des Plattenbelichters (meist 2.400 dpi) gesetzt. Hohe Rasterfrequenzen können zudem nur auf hochwertigen, glatten Papieren gedruckt werden (Bildbände). Auf rauen Naturpapieren verlaufen die Druckpunkte (Zeitung).


RIP

Der Raster Image Prozessor ist dem Drucker vorgeschaltet und wandelt PS oder PDF in verständliche Information für den Drucker. Im Digitaldruck übernimmt der RIP auch die Farbumwandlung (Color Server) und die Auftragssteuerung (Job Management).


Schneidemarken

Werden außerhalb des Seitenbereiches auf den Druckbogen gesetzt. Trennen das Endformat vom Beschnitt.


Sonderfarben: Pantone, HKS

Nicht jede sichtbare Farbe kann mit CMYK gedruckt werden. Strahlendes Blau, leuchtendes Grün oder helles Orange kann man zwar am Bildschirm einstellen, im Druck wird man eher enttäuscht sein. Als Lösung bieten industrielle Hersteller Sonderfarben an, in Deutschland hat sich das HKS System durchgesetzt, international hat Pantone die höchste Verbreitung. Für den Offset wird meistens ein fünftes Farbwerk mit dieser Sonderfarbe bestückt und zusätzlich zu CMYK gedruckt, daher auch die Bezeichnung Schmuckfarbe. Im Digitaldruck ist das nicht möglich, den Toner kann man nicht einfach tauschen. Jedoch ist CMYK-Toner deutlich brillianter als CMYK-Offsetfarbe, weshalb sich mehr Sonderfarben darstellen (simulieren) lassen. Gute RIPs haben eigene Simulationstabellen, die besser sind als die CMYK-Empfehlungen von HKS oder Pantone.Wichtig: in der Druckdatei muss die Sonderfarbe erhalten bleiben! Eine vorherige Separation in CMYK verschlechtert das Druckergebnis!


Tinte

Die Farbe im großformatigen Digitaldruck, wird über Druckköpfe auf das Druckmaterial gesprüht. Dye-Tinte für den Innenbereich, sehr lebhafte Farben.UV-Tinte für den Außenbereich, günstig aber nicht so brilliant. Solvent-Tinte für den langlebigen Außenbereich.


Toner

Die Farbe im kleinformatigen Digitaldruck, muss elektrische Eigenschaften aufweisen. Für den Farbdruck wird wie im Offsetverfahren mit den 4 Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gearbeitet. Durch Rasterung und definierte Anordnung der Rasterpunkte auf dem Papier entstehen die Mischtöne.


Veredeln

Übliche Bezeichnung für das Aufbringen von Schutzfolie oder das Aufkleben auf Trägermaterialien bei Großformatdrucken.